Verkehrswende Tulln - Klosterneuburg

Taktverdichtung Buslinie 403 zwischen St. Andrä-Wördern und Klosterneuburg

Die Buslinie 403 verkehrt derzeit über das Gemeindegebiet von Klosterneuburg hinausgehend nur an Schultagen, obwohl die L118 eine wichtige Hauptverkehrsroute zwischen Klosterneuburg und St. Andrä-Wördern ist.
Wir schlagen daher eine Taktverdichtung in diesem Abschnitt zwischen Höflein und St. Andrä-Wördern vor - langfristiges Ziel sollte zumindest ein Kurs pro Stunde an allen Werktagen sein.

Öffi-Freifahrt für alle Kinder und Jugendlichen bis 18

Die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln sollte für alle Kinder und Jugendlichen in Österreich generell gratis sein. Dieser Vorschlag basiert auf einer Forderung der Österreichischen Kinderfreunde, das diese bereits im Jahr 2019 erhoben haben:
Kinderfreunde: Freie Fahrt für alle Kinder!
Im Oktober 2021 wurde die Forderung nochmals unter dem Titel "Gratis Kimaticket für alle Kinder" erneuert:
Kinderfreunde: Gratis Klimaticket für alle Kinder.

Eine solche Freifahrt für Kinder und Jugendliche mit Öffis wäre eine deutliche Vereinfachung der verschiedenen Tarifsysteme und sollte aus dem allgemeinen Steueraufkommen finanziert werden. Die Abgeltung der Schüler- und Lehrlingsfreifahrt durch das Familienressort in der Höhe von rund 400 Mio. Euro jährlich leistet schon jetzt einen nicht unerheblichen Beitrag zur Finanzierung des öffentlichen Verkehrs in Österreich. Von den Finanzierungsleistungen des Bundes für den Betrieb des ÖPNRV macht dieser Posten alleine rund ein Drittel aus.

Österreich hat schon jetzt einen sehr hohen Anteil an finanziellen Leistungen für Familien. Eine Freifahrt für Kinder und Jugendliche mit allen Öffis in Österreich käme einer Bereitstellung von Mobilität als Sachleistung gleich. Den Verkehrsverbünden sollten die finanziellen Ausfälle jedenfalls aus dem allgemeinen Steueraufkommen ausgeglichen werden. Man könnte auch im Gegenzug eine Reduktion des Familienbonus Plus andenken.

Der Hagentalradweg

Die Verkehrswende Tulln-Klosterneuburg (TUKG) und die Radlobby Klosterneuburg setzen sich für die Errichtung eines baulich getrennten Radwegs zwischen Maria Gugging und St. Andrä-Wördern entlang der B14 ein.

Umwandlung des IST-Shuttle-Busses in einen Express-Bus

Der IST-Shuttle-Bus ist ein Bus, der zwischen Wien Heiligenstadt und dem IST Austria in Maria Gugging verkehrt (Mo-Fr) - mit besonderem Augenmerk auf die MitarbeiterInnen des Instituts, die vom Preisaufschlag von 20 Cent ausgenommen sind. Der Bus hat derzeit nur am Stadtplatz in Klosterneuburg einen Zwischenhalt.
 
Wir schlagen vor, den IST-Shuttle-Bus in einen Express-Bus mit zusätzlichen planmäßigen Zwischenhalten beim Bahnhof Klosterneuburg Weidling und im Ortszentrum Kierling umzuwandeln. Dadurch bestünde für Passagiere die Möglichkeit an mehreren Stellen zu- und auszusteigen und der Zeitverlust wäre minimal.

Vorschläge für St. Andrä-Wördern

Für St. Andrä-Wördern schlagen wir u.a. folgende Verbsserungen vor:

Errichtung des Hagentalradwegs

Taktverdichtung der Linie 403 zwischen StAW und Klosterneuburg

An folgenden Stellen sollten Zebrastreifen angebracht werden:

- über Hauptstraße parallel zur Greifensteinerstraße
- über Greifensteinerstraße beim Brauhaus
- Greifensteinerstraße bei Schlossgasse
-
zwischen dem ehem. China-Restaurant und der Volksbank gab es bis vor einigen Jahren einen Schutzweg, dieser wurde entfernt. Die derzeitige Situation ist jedoch für FußgängerInnen wenig erfreulich. Hier sollte wieder eine Querungshilfe, eventuell unterstützt durch bessere farbliche Markierung angedacht werden. Auch das Tempolimit beim der Annäherung an den Kreisverkehr sollte unserer Meinung nach gesenkt werden.

Senken der Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h zumindest in folgenden Straßenbereichen:

Hauptstraße 16 bis 25
In diesem Bereich befinden sich 2 Schutzwege (Adeg, Raika). Insbesondere beim Schutzweg bei der Raika ist die Anhaltebereitschaft oft nicht gegeben. Autos fahren schnell um die Kurve und erblicken Fußgänger, die die Straße queren wollen zu spät.

Greifensteinerstraße 35 bis 37
Tempo 30 auf der Greifensteinerstraße endet derzeit (von der B14 kommend) genau vor der Kreuzung Hauptstraße/Greifensteinerstraße (Hausnummer 35). Ende Jänner 2022 gab es genau an der Kreuzung Hauptstraße/Greifensteinerstraße einen Unfall zwischen einem Linienbus und einem PKW. In den kommenden Jahren ist die Weiterführung des Radweges, der jetzt noch im Schulviertel endet, Richtung Altenberg entlang der L 118 geplant. Geprüft wird gerade der Schutzweg über die Hauptstraße zwischen Elektro Müller und Henry-Laden. Darüberhinaus fahren auf dieser Kreuzung auch viele Linienbusse.
Angesichts dessen halten wir es für sinnvoll, Tempo 30 auf der Greifensteinerstraße (L118) noch über die Kreuzung mit der Hauptstraße bis Hausnummer 37 zu verlängern.


Nach §20 Abs. 2a kann die Behörde durch Verordnung sogar für ein gesamtes Ortsgebiet eine geringere als die nach Abs. 2 zulässige Höchstgeschwindigkeit festlegen - also z.B. Tempo 30 so wie es in Klosterneuburg erst unlängst verordnet wurde.
https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10011336

Anbringen eines Entwerters am Bahnsteig 1 des Bahnhofs St. Andrä-Wördern

Am Bahnhof St. Andrä-Wördern gibt es lediglich am Bahnsteig 2 (nörderlicher Bahnsteig) einen Entwerter. Entwerter sind für die Nutzung von Vorverkaufskarten, wie z.B. des 8-Tage-Klimatickets oder Vorverkaufs-Streifenkarten notwendig. Bei Fahrscheinautomaten in Wien gibt es auch die Möglichkeit VOR-Tickets zur Entwertung zu kaufen.Ohne Entwerter kann man diese Vorverkaufskarten nicht legal nutzen, ohne von Klosterneuburg Weidling bis zu der Station in der Kernzone 100, bei der man aussteigt, schwarz zu fahren. Da in St. Andrä-Wördern nun auch vom Bahnsteig 1 viele Züge Richtung Wien fahren (R-Züge) sollte auch dort die Möglichkeit geschaffen werden, einen Fahrschein zu entwerten. 

Gehsteige verbreitern

An diversen Stellen im Ortsgebiet sollten die Gehsteige verbreitert werden. Hier nur einige Beispiele:

Brauner Baer Enge Greifenstein

HauptstrHauptstraße 8

Auslage SteinmetzWiener Straße / Kirchenplatz

Einrichtung Bushaltestelle Dr.-Ignaz-Stich-Platz in Fahrtrichtung StAW Bahnhof

Die Bus-Haltestelle Dr.-Ignaz-Stich-Platz wird derzeit nur in Richtung Tullnerfeld Bahnhof bzw. St. Andrä-Wördern Volksschule bedient. Sie befindet sich bei der Woll-Ecke bzw. der Müllsammelstelle in Verlängerung der Franz-Schubert-Gasse. In Fahrtrichtung St. Andrä-Wördern Bahnhof gibt es keine Haltestelle obwohl sich dort mit Adeg, 2 Banken, Ekektrikgeschäft, Wollgeschäft, Bäckerei, Ärztin eindeutig ein örtliches Zentrum befindet, bei dem eine Haltestelle sehr wichtig wäre.

Die Distanz zwischen Schulviertel und der nächsten Haltestelle Richtung Bahnhof, “St. Andrä-Wördern Gemeindeamt” beträgt über 900m was lt. Leitfaden des Landes Niederösterreich zu lang ist. Hier ist von sinnvollen Abständen zwischen Haltestellen im Ausmaß von 300-500m im besiedelten Gebiet die Rede.
Für Kurse der Linien 403, 411 und 415, die Richtung St. Andrä-Wördern Bahnhof fahren, sollte daher eine Haltestelle bei der Station Dr.-Ignaz-Stich-Platz geschaffen werden. Anbieten würde sich unserer Meinung nach jener Bereich, wo jetzt das Mitfahr-Bankerl steht.
Die Zuständigkeit für die Einrichtung einer Haltestelle liegt lt. Auskunft vom VOR bei der Gemeinde selbst.

Geplante Auflassung der Bushaltestelle "StAW Mittelschule" überdenken

Nach unserem Informationsstand ist geplant, die Haltestelle St. Andrä-Wördern Mittelschule in beide Richtungen aufzulassen. Wir möchten diesbezüglich auf folgendes hinweisen: Bis vor einiger Zeit war es so, dass die Mittelschüler und Kreamont-Schüler, die mit der Buslinie 403 oder 411 vom Bahnhof kommen, gleich vor Kreamont/Mittelschule aussteigen konnten.
Dies hatte mehrere Vorteile: die Masse an Kindern, die bei der Volksschule aussteigt wird verringert und diese Kinder müssen nicht mehr die Greifensteinerstraße queren.
Derzeit ist es nämlich so, dass aufgrund der vielen wartenden Kinder auf der südlichen Seite der Ampel über die Greifensteinerstraße ein Weitergehen am Gehsteig zu gewissen Zeiten nicht möglich ist. Man muss eine, manchmal sogar mehrere Ampelphasen abwarten.Des öfteren sieht man Eltern, die sich dann beim Rot-Werden der Fußgängerampel, kurz bevor die Autos losfahren auf die Fahrbahn treten, um sich vor dem Beginn des Gitters an der Schülermasse vorbei Richtung Aufgang zur Volksschule zu zwängen - kurz bevor die Autos losfahren. Wir finden diese Situation gefährlich.
Es sollte daher zumindest die Aussteigemöglichkeit für Schüler der Mittelschule und der Kreamont-Schule in der Früh direkt vor der Schule gewahrt bleiben, da dadurch die Anzahl der Kinder, die sonst erst bei der Volksschule aussteigen und die Greifensteiner Straße überqueren müssen, verringert wird.
Wir würden Sie bitten, sich selbst in der Früh ein Bild von der Situation bei der Ampel und den Schülerströmen zu machen.